Kosten und

Organisatorisches

KIG: Grenzwerte für die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen bei Kindern und Jugendlichen

 

Wurden die Behandlungskosten für die meisten Fehlstellungen bei Patienten unter 18 Jahren bis 2002 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, hat sich die Gesetzeslage mit Einführung der sog. Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) im Jahre 2003 geändert. Seitdem wird per Gesetz festgelegt, welche Patienten zu Lasten der Krankenkassen behandelt werden dürfen und welche nicht.

 

Mit den KIG werden Zahn- und Kieferfehlstellungen nach Grad der Anomalie sowie nach Ausprägung gruppiert und in bestimmte Grade eingeteilt. Innerhalb dieser Grade erfolgt die Einstufung in 5 kieferorthopädische Indikationsgruppen

(KIG 1 bis 5). Eine Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenkassen ist nur bei schweren Zahnfehlstellungen möglich, die in die KIG 3, 4 oder 5 fallen. Eine Einstufung in KIG 1 und 2 bedeutet, dass sich die Krankenkasse nicht an den Therapiekosten beteiligt. Die Einstufung in die jeweilige Gruppe erfolgt dabei ausschließlich nach den vom Gesetzgeber festgelegten Maßzahlen und Richtlinien.

 

Damit wird die Wirtschaftlichkeit einer Behandlung bewertet, nicht aber die medizinische Notwendigkeit !

 

Viele Fehlstellungen, die nicht mehr in die

 Leistungspflicht der Krankenkassen fallen, bedeuten für das Kind nicht nur eine ästhetische Einschränkung, sondern können ernst zu nehmende gesundheitliche Risiken nach sich ziehen, die später oftmals eine Kiefergelenksproblematik (CMD) nach sich ziehen.

 

 

 

Eigenanteil und Rückerstattung der Behandlungskosten bei KIG 3 bis 5

 

Die Genehmigung des Behandlungsplanes durch die gesetzliche Krankenversicherung bedeutet, dass sich die Kasse mit 80 % bis 90 % an den Behandlungskosten beteiligt. Ihr verbleibender Eigenanteil von 10 bis 20 % wird erst nach erfolgreicher Beendigung der Behandlung zurück erstattet.

Allerdings tragen die Kassen lediglich die Kosten für Leistungen, die als „ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig“ definiert werden und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten dürfen. Dies sind einfache Metallbrackets mit Bögen und Verankerungsmechaniken aus Edelstahl.

 

Moderne und sanfte Behandlungsmethoden, bei denen auf das Ziehen bleibender Zähne verzichtet werden kann und die für das Kind eine minimale Belastung darstellen sowie einen in aller Regel schnelleren Behandlungserfolg bedeuten, fallen nicht in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen.

 

Sie können bei einer privaten Zusatzversicherung geltend gemacht werden oder privat getragen werden. Wir beraten Sie gerne und informieren Sie ausführlich über die individuell optimale Therapie.

 

 

Ratenzahlung

 

Um die finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten, bieten wir unseren Patienten natürlich an,

die Eigenleistungen in bequemen Monatsraten zu zahlen.

Manchmal können die Kosten steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.