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Schlafbezogene Atemstörungenals Ursache für Zähneknirschen!

  • 16. Sept. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Eltern hören nachts das Zähneknirschen ihrer Kinder und vermuten Stress als Ursache. Doch Carola Engelberts, Zahnärztin und Spezialistin für kinderzahnärztliche Schlafmedizin in ihrer Kölner Praxis Richmodent, stellt klar, dass schlafbezogene Atemstörungen viel öfter die wahre Ursache sind. Dazu muss man verstehen, wie das Zähneknirschen eigentlich funktioniert:


Schlafbezogene Atemstörungen

Der Kreislauf Knirschen

Verliert die Zunge den Unterdruck am Oberkiefer, fällt der Unterkiefer nach unten und hinten in die Atemwege, wodurch die Sauerstoffzufuhr reduziert wird und das Gehirn reflexartig, durch Zusammenbeißen und nach vorne schieben des Unterkiefers, die Atemwege wieder öffnet. Die Sauerstoffzufuhr steigt und es findet eine Entspannung statt. Der Kreislauf beginnt von vorne.


Durch den reduzierten Sauerstoff finden zudem wiederholte Weckreaktionen statt, welche einen erholsamen Schlaf verhindern,  was zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Dies nennen wir schlafbezogene Atemstörungen.



Was können Eltern tun?

Eltern sollten die Atemwege ihrer Kinder von einem HNO-Arzt überprüfen lassen und den Schlaf per Video beobachten. Nachdem mögliche Ursachen, wie vergrößerte Mandeln oder Polypen, ausgeschlossen wurden, müssen weitere Therapien erfolgen:


Frühe Intervention

„In meiner Praxis haben wir uns auf die Therapie der oralen Ursachen des Knirschens spezialisiert.“ erklärt Frau Engelberts. „Durch die Verbesserung der Zungenfunktion, oralen Strukturen und der richtigen Weitung der Kiefer, im Idealfall vor dem 6. Lebensjahr, bekommen die Kinder wieder ausreichend Sauerstoff. So tragen wir zur allgemeinen Gesundheit und der weiteren positiven Entwicklung der Atemwege des Kindes bei.


Deutsche Gesellschaft für orofaciale Myofunktion

Um das Thema in Deutschland voran zu bringen hat Zahnärztin Carola Engelberts die deutsche Gesellschaft für orofaciale Myofunktion (DGMyo) gegründet, um sowohl Eltern aufzuklären, als auch den interdisziplinären Austausch mit Kollegen zu fördern.


Fazit

Zähneknirschen bei Kindern ist nicht nur eine harmlose Angewohnheit. Es kann auf ernsthafte Atemprobleme hinweisen, die den Schlaf und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Schiefe Zähne und andere Symptome wie dunkle Augenringe und häufige Infekte sind oft nur äußere Zeichen tieferliegender Probleme. Dank spezialisierter Behandlungen, wie sie Carola Engelberts in ihrer Praxis in Köln anbietet, können diese Warnzeichen frühzeitig erkannt und effektiv behandelt werden.


Unter www.richmodent.de könne sich interessierte Eltern einen Fragebogen herunterladen, um weitere mögliche Warnzeichen bei ihrem Kind selbst zu erkennen.

 
 
 

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